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Wie übersetzt du

Die Idee vom Weggehen hinterlässt diese Anspannung; ich kann sie nicht schütteln, kann sie nicht begründen, aber sie ist da. Fast ein wenig Angst dazugemixt, nur ein Löffelchen, zwei vielleicht, dann ein wenig Sorge, und unterbewusste Unzufriedenheit, und mein Magen ist in Knoten, nicht mehr zu entwirren, auf jeden Fall nicht so einfach, hey du!

Hilf mir doch mal!

Ich erkenne das Gefühl. Es ist das "ich bin gerade zu hause, ohne Verantwortung, und ich liebe diese Menschen so sehr, ich will nicht zur Uni gehen", es ist das "es ist gerade so gemütlich", es ist das "ich will der Welt nicht in die Augen blicken jetzt gerade", es ist, als ich 12 bin und am Sonntagabend nicht der Woche entgegentreten will, als wäre Montag ein Feind, vor dem sich zu fürchten ist.

Eine Woche Ferien. Zehn Tage, sogar. Und jetzt wieder dieses alte Gefühl.

Morgen ist's vorbei. Zurück zur Arbeit; und ich hasse meine Arbeit nicht, stehe nicht ungerne auf, nein, im Gegenteil, ich mag diesen Ort und diese Menschen (auch wenn ich ausgebeutet werde, lächerlich unterbezahlt bin).

Dennoch.

Ich will nicht gehen. Ich will hier nicht weg. Ich bin doch zuhause.

Ist es der Ort? Oder vielleicht doch eher die Bindungen?

Mein Kater, meine Familie, Freunde, teilweise schon ewig nicht mehr gesehen (viel zu lange her), teilweise erst vor Kurzem. Es ist schön, hier zu sein. Ich habe es genossen. Nun kann ich es nicht mehr geniessen - bald schon muss ich mich auf die Socken machen, und die Bange und Besorgnis schnürt mir alles ab, ich kann kaum noch atmen, ich weiss nicht genau, warum, ich möchte mir gar nichts zugeben.

Unterbewusst ist es versteckt, und ich möchte nicht daran graben.

(Ich werde lange nicht mehr nach hause kommen, wenn ich jetzt gehe.)

Ach, die Zukunft, sie macht mir wieder Angst, ich kann diese Ungewissheit nicht ausstehen manchmal - Möglichkeiten, unentdeckte - Türen, die sich auf grosse Dinge öffnen, und Türen, die geradewegs in einen Abgrund führen - nun, das Leben ist ein Spiel, und wer nicht wagt...

Es wird Zeit, wieder abzufliegen. Hab keine Angst. Wir werden unseren Weg finden, irgendwie.

I want a Sunday kinda love, hat sie gesungen, und ich habe gesagt, ich fände das schön.

a sunday kinda love


Wie übersetzt man denn "anxiety"? Es ist ein Wort, das dieses Gefühl zusammenfasst. Ein wenig Angst, viel Bange, viel Beklommenheit, viel Sorge, alles in allem, eben - anxiety. Sonntagabendangst aus meiner Grundschulzeit.

Als würde der Alltag mir Angst machen. Aber das tut er doch nicht! Auf jeden Fall nicht, wenn ich da bin, wenn ich im Alltag stecke, ich fürchte mich vor nichts.

Nur vor der Zukunft. Vor der Ungewissheit.

Ja.

Und das ist eben schon eine grosse Angst, zu gross, als dass sie einfach an mir vorbeirutschen könnte ohne mir den Atem ein wenig abzuschnüren.
18.4.17 09:59
 
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