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Ich weiss es nicht!

"Whatever inspiration is, it's born from a continuous 'I don't know'."



it's a new dawn
it's a new day
it's a new life
it's a new life
for me

and I'm feeling good



Ich möchte alle Gelegenheiten beim Schopf packen. Möchte meine Angst überwinden, jeden Tag. Das frustrierendste, das mir bei der Arbeit passieren kann, ist nicht genügend Druck zu haben.

Seltsam, oder?

Aber ich kann mir da nicht helfen; zu viel Druck ist schlecht, und bei zu wenig Druck erlieg ich schnell der Langeweile, fühle mich als würde ich welken wie eine Blume, der man kein Wasser mehr gibt.

Was ich brauche, sind Herausforderungen. Und diesen Montag - heute - gab es keine, bei der Arbeit, und das war schwer. Motivation aufbringen, für Dinge, die nicht eilen, die keiner von mir erwartet, dass ich sie schnell erledige?

Herkulesaufgabe.

Dafür aber. Dafür bin ich voll von Nichtwissen, bis zum Hals vollgestopft davon, mit Dingen, die ich nicht weiss - und anscheinend ist das gut! Es ist voll von Gelegenheiten, sagt Wislawa Szymborska:

"This is why I value that little phrase "I don't know" so highly. It's small, but it flies on mighty wings. It expands our lives to include the spaces within us as well as those outer expanses in which our tiny Earth hangs suspended. If Isaac Newton had never said to himself "I don't know," the apples in his little orchard might have dropped to the ground like hailstones and at best he would have stooped to pick them up and gobble them with gusto. Had my compatriot Marie Sklodowska-Curie never said to herself "I don't know", she probably would have wound up teaching chemistry at some private high school for young ladies from good families, and would have ended her days performing this otherwise perfectly respectable job. But she kept on saying "I don't know," and these words led her, not just once but twice, to Stockholm, where restless, questing spirits are occasionally rewarded with the Nobel Prize."


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Der Blauäugige, der Engländer, ist so verdammt heftig ins Fettnäpfchen getreten, dass es unter seinem Fuss zerbrach. Ich hoffe, du kriegst diese Sauerei nie wieder aus der Hose, darling.

Ich fühle mich - erleichtert, befreit, enttäuscht, und wütend, aber auf eine langsame Art, es brodelt irgendwo tief in mir drin, und da ist es einfach zu ignorieren.

Zumindest muss ich nie mehr mich selbst verrückt machen, um auf seine Antwort zu warten.

Warum?

Weil. Haltet euch fest.

Er hat eine Freundin.

"What a guy," said the Greek girl, shaking her head, when I told her about it. "What a guy."

Nein, schon okay - man kann ganz einfach mal eine Woche lang rumflirten mit der gleichen Person, sich gegenseitig aufziehen, jeder zweite Satz zweideutig (oder mehr), Berührungen, die nicht nötig sind, Umarmungen, seine Hand an meinem Rücken, viel gemeinsam Lachen.

Da spricht ja nichts dagegen.

Bis dann, ja. Bis dann. Bis dann ich komme, und ihm einen Strich durch die Rechnung mache, weil sein um-den-Brei-Gerede anfängt, mich ganz kirre zu machen. Weil ich Antworten verlange. Was Sache ist, lässt er sich von mir langsam aus der Nase ziehen.

Und dann - dann - wenn ich endlich weiss was los ist, und meine, dass er das auch einfach hätte SAGEN KÖNNEN, da fühlt er sich wohl beleidigt / angegriffen, möchte sich gleich rechtfertigen, dass ich eine Freundin habe ist persönlich, das sage ich eben nicht Jedem, etc. etc.

Ich bin weniger als unbeeindruckt.

"What I'm getting from this is 'friends is fine but please stop flirting'. How far off am I?"
"I'd say good friends, unless you're going to willfully misinterpret that."
- not even fucking funny, dude

Mein Gott. Bin ich froh, bin ich nicht die Freundin. Mir vorzustellen, in so einer Situation am anderen Ende zu sein - das hätte in viel Elend geendet, mit uns. Den hätte ich doch auseinandergerissen, komplett fertig gemacht, nichts Gutes an ihm drangelassen.

Ein Teil von mir glaubt's immer noch nicht wirklich.

"People are just fucked up."

Oh, I don't know. Ich lass den Jungen erst mal hinter mir. Ich lass mich ein wenig wütend sein.

Er sprach von unserer "Freundschaft" als wär sie ihm was wert. Wie häufig haben wir uns getroffen, dreimal? Vielleicht vier? Unsere Freundschaft. Was für ein lustiger Kerl. Freundschaft ist ziemlich tot für mich, in dieser Situation. Wenn er hofft, er könne mich weiter anspannen mit diesem Schmarrn, dann kann er die Luft anhalten, bis er ganz blau ist. Die ganze Flirterei, das ganze Zweideutige, und dann ein "just friends"?

Listen. I don't think you deserve me as a friend, either.

Ich werde dir sagen, was jetzt passieren wird: du wirst aus meinem Leben rausgeschnitten, verschwinden. Und du wirst es nicht einmal bemerken, bis es zu spät ist.
25.4.17 11:44
 
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chaste & yvi